Sonne - aber sicher!


Bild: Ligne St. Barth

Die Sonne tut uns gut. Sie steigert die Lebensfreude, stimuliert die Abwehrkräfte und ist für die Bildung von lebenswichtigem Vitamin D zuständig. Kein Wunder also, dass nach dem langen Winter jeder einzelne Sonnenstrahl zählt! Doch Vorsicht ist geboten, denn die Sonne hat auch ihre Schattenseiten. Zuviel von UV-Strahlen fördert die Hautalterung und erhöht das Hautkrebsrisiko. Wissenswertes zum Thema Sonneschutz finden Sie hier.

 

UVA -, UVB -, Infrarot-A-Strahlen - was ist der Unterschied?
Die energiereichen UVB-Strahlen dringen nur bis in die Oberhaut ein und sind dort für den Sonnenbrand, die Bräune und die Vitamin D-Synthese verantwortlich. UVA-Strahlen sind weniger energiereich, dringen aber in die tieferen Hautschichten vor und sind dort für die lichtbedingte Hautalterung zuständig. Infrarot-Strahlen stehen seit ca. zehn Jahren im FoKus der Forscher. Neue Studien zeigen, dass Infrarot-A-Strahlen tiefer als UVA- und UVB-Strahlen in die Haut eindringen und an der vermehrten Bildung freier Radikale beteiligt sind.

 

Wie schütze ich mich effektiv vor Sonnenbrand?
Mindestens Lichtschutzfaktor 30 auftragen und den reichlich! Die richtige Menge für das Gesicht entspricht einem Teelöffel, für den Körper zwei Esslöffeln. Meiden Sie die pralle Mittagssonne zwischen 12 und 15 Uhr, damit reduzieren Sie die UVB-Dosis um bis zu 70 Prozent.

 

Welche Körperstellen sind besonders sonnenbrandgefährdet?
Die sogenannten 'Sonnenterrassen' sind besonders gefährdet. Darunter fallen alle „hervorstehenden“ Körperteile wie Nase, Schultern, Dekollete und Fußrücken. Diese sollten sorgfältig eingecremt werden, um Sonnenbrand zu vermeiden. Vergessen Sie außerdem nicht den Haaransatz und die Ohren!

 

Meine Tagescreme hat einen Lichtschutzfilter, wozu brauche ich dann noch ein spezielles Sonnenprodukt?
Tagescremes sind für das tägliche Anti-Aging gedacht, denn UVA-Strahlen sind auch im Winter oder bei Wolken aktiv. Sie sind weder wasser- noch abriebfest und kein Ersatz für Sonnencremes, die mit ihren ausgeklügelten Filtersystemen vor Sonnenbrand und Hautschäden schützen. Somit ist das zusätzliche Eincremen mit Sonnencreme zu empfehlen.

 

Darf ich in der Sonne Make-up tragen?
Ja, denn die in der Foundation enthaltenen Pigmente wirken wie eine Schutzschicht und blocken UV-Strahlen ab. Trotzdem sollten Sie auf Nummer sicher gehen und unter dem Make-up eine Creme mit Lichtschutz auftragen. Doch Vorsicht: Make-up ist nicht wasserfest, nach dem Schwimmen also unbedingt Sonnenschutz nachlegen!

 

Muss ich auch die Lippen vor der Sonne schützen?
Die zarte Haut der Lippen besitzt keine Hornschicht und kann kein Melanin bilden, weshalb Sonnenschutz hier besonders wichtig ist. Die Unterlippe ist dabei besonders sonnenbrandgefährdet, die Kontur der Oberlippe ist anfällig für Pigmentstörungen. Lippenpflegestifte mit Lichtschutz sollten mindestens LSF 15 haben. Diese verhindern dann auch sonnenbedingte Herpesbläschen. Und Ihr Lieblingslippenstift lässt sich problemlos darüber auftragen.

 

Schützt Kleidung vor Sonnenstrahlen?
Nur bedingt. Ein weißes T-Shirt entspricht dem Lichtschutzfaktor 15. Je dunkler und dichter der Stoff, desto besser. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift zu Kleidung mit UV-Schutz. Ein Sonneschirm schützt übrigens gerade mal mit LSF 6.

 

Brauchen Männer einen anderen Sonnenschutz?
Nein, Männer benötigen den gleichen LSF wie Frauen, nehmen bei cremigen Texturen aber schnell Reißaus. „Das klebt“ oder „Das zieht nicht ein“ lauten häufig die Kommentare. Fakt ist: Die stärkere Körperbehaarung erschwert das Eincremen. Darum sind Sonnensprays und fettfreie Gele die ideale Alternative für ihn.

 

Kann man Sonnenschutz essen?
Unter der Einwirkung von UV- und Infrarot-A-Strahlen bildet die Haut freie Radikale. Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Antioxidantien (z. B. in Heidelbeeren, Olivenöl) können die Zellen von innen gegen diesen oxidativen Stress schützen. Auch Lycopin (in roten Gemüsesorten enthalten) und Beta-Carotin machen die Haut von innen widerstandsfähiger gegen UV-Strahlen. Die Sonnencreme ersetzten beide Substanzen jedoch nicht.