Interview mit Mylène Alran

Der faszinierende neue Duft OMBRE INDIGO von Olfactive Studio wird von einer hypnotisierenden Fotografie des brasilianischen Fotografen Gustavo Pellizzon begleitet. Im Interview mit Ludwig Beck erzählt Parfümeurin Mylène Alran, wie sie das kontrastreiche Parfüm komponierte.

Drei Fragen an Mylène Alran

Die Fotografie von Gustavo Pellizzon wirkt hypnotisierend.

Worin lag die Herausforderung in der Umsetzung dieses Fotos in einen Duft?

Bei den Parfüms von Olfactive Studio steht immer das Motiv des Fotografen im Vordergrund und im Falle von OMBRE INDIGO bestand die größte Herausforderung darin, den hellen, ockerfarbenen Mittelpunkt in einem weitgehend dunklen Umfeld olfaktorisch umzusetzen.

 

Wie schaffen Sie es, diesen Kontrast umzusetzen?

Ohne Licht gäbe es kein Schatten, und um das zu symbolisieren, war es notwendig, brillante, „feurige“ Aromen mit dunklen, schweren Noten zu verbinden. Für OMBRE INDIGO habe ich die vibrierende Kopfnote aus Petitgrain, Tuberose und Safran mit der dichten Herznote aus Hölzern, Papyrus, Leder und Weihrauch verbunden.

 

Wie sehen Sie den Charakter der Person, die OMBRE INDIGO trägt?

Unsere Familie kommt aus einem kleinen Dorf Names Alata, im Norden von Ajaccio. Auf Korsika begegnen uns eine unendliche Vielzahl von Gerüchen: Maquis-Wälder, Meer, Ginster, Immortelle, Feige, Zitrus, Olivenhaine… All diese Düfte haben meine Kindheit geprägt und inspirieren mich notgedrungen! Ich benutze nicht in jeder Kreation eines dieser Düfte, aber es findet sich in jedem Duft ein korsischer Touch wieder.

 

Mit welchen Parfümeuren arbeiten Sie zusammen?

Der Duft stellt eine Erweiterung des Bildes dar und gibt ihm einen fühlbaren, sinnlichen Aspekt. Jeder interpretiert das Foto anders, abhängig von seiner eigenen Geschichte und den Gefühlen, die es in ihm auslöst. Dasselbe trifft auch auf den Duft zu, jeder verbindet mit ihm eine andere Emotion. Somit gibt es keine klar umrissene Käufergruppe für OMBRE INDIGO.