Interview mit Daniela Marin

 

Trockene, juckende Stellen am Körper sind im Winter keine Seltenheit. Die Hautpflege-Expertin Daniele Marin von Kiehl‘s erklärt, warum die Haut im Winter sensibel reagiert und wie die richtige Pflege schnell Abhilfe schaffen kann.

Interview mit Daniela Marin, Teamleitung Training Kiehl’s Deutschland

Die zarte Haut am Dekolleté reagiert durch Wollpullis und Schals gerne mal gereizt. Warum?
Am Dekolleté ist unsere Haut sehr dünn, hat kaum Unterfettgewebe und enthält weniger Talgdrüsen als andere Körperzonen, was eine Feuchtigkeitsspeicherung erschwert sowie Linien und Falten schneller sichtbar werden lässt. Deshalb reagiert diese Hautregion auch empfindlicher, ist schneller gereizt und gerötet. Vermeiden Sie Hautirritationen schon im Vorfeld mit Kleidung aus natürlichen Stoffen und Garnen, wie z. B. Baumwolle und Kaschmir. Mittlerweile gibt es auch hautfreundliche Mischgewebe, die sehr sanft zur Haut sind.

 

Mit welcher Pflege kann ich vorbeugen?
Es empfiehlt sich, täglich das „große Gesicht“, also Gesicht, Hals und Dekolleté einzucremen und nicht mit der Gesichtspflege schon am Kinn zu enden! Ein schönes Dekolleté ist der schönste Schmuck für die kommende Ballsaison und verdient immer eine ganz besondere Pflege.

 

Was hilft, wenn die Haut schon gestresst ist?
Sind Hautreizungen bereits entstanden, lässt sich diese Körperzone mit unserem „Midnight Recovery Concentrate“ wieder besänftigen. Rötungen, Juckreiz sowie Irritationen werden durch die regenerierenden Eigenschaften von Nachtkerzen-Öl und Lavendelextrakt gemildert, das Feuchtigkeitsdepot der Haut wird wieder aufgefüllt und das Dekolleté wirkt ebenmäßig und seidig glatt.

 

Wie schütze ich die restliche Haut vor dem Austrocknen?
Wählen Sie einen seifenfreien, feuchtigkeitsspendenden Badezusatz oder eine Waschcreme, die die Haut schon beim Reinigen pflegt und den Säureschutzmantel der Haut unangetastet lässt. Allgemein sollte heißes Duschen und Baden vermieden werden, die optimale Wassertemperatur liegt zwischen 35-38 Grad.

 

Was tun bei rauen Stellen an Ellenbogen, Schienbein oder Ferse?
Es lohnt sich, die Haut regelmäßig zu peelen. Dadurch werden abgestorbene Hautzellen entfernt und die darauffolgende Pflege kann besser in die oberen Hautschichten eindringen. Wirkstoffe wie z. B. Shea Butter, Squalan und Beta Carotin glätten die Hautstruktur und machen sie nachhaltig weich und geschmeidig. Diese effizienten Inhaltsstoffe finden Sie seit über 40 Jahren in unserer „Creme de Corps“. Wer seine Haut also frühzeitig und regelmäßig mit der geeigneten Kombination an wertvollen Pflegestoffen verwöhnt, vermeidet raue und trockene Stellen. Bei schon vorhandenen rauen Stellen, können diese mit einer Spezialbehandlung aus nährstoffreichen Ölen und pflanzlichen Fetten wieder samtig und zart werden.

 

Was gilt es noch zu beachten?
Füllen Sie das Feuchtigkeitsdepot der Haut auch von innen auf und nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit (ca. 1,5 - 3 Liter pro Tag) zu sich, denn das fördert eine pralle, glatte, rosige Haut und beugt Feuchtigkeitsverlust vor. Durchschnittlich wird über unsere Haut und den Atem täglich ungefähr 1 Liter Wasser ausgeschieden, bei extremer Kälte und trockener Luft nimmt das noch zu.